Selbstbestimmt leben.

Pflege und Unterstützung für Senioren

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24.04.2024

Seniorenzentrum Gottfried-Seiler stärkt das Sehvermögen von Senioren

Schulung in Feucht zu Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“

Feucht - Wie erkenne ich eine Augenerkrankung? Wie schätze ich deren gesundheitliches Risiko ein? Welche Kompensationsmaßnahmen gibt es, wenn das Sehen eingeschränkt ist? – Mit dem richtigen Wissen können sehbeeinträchtigte Senioren bedarfsgerecht unterstützt werden. Um das Sehvermögen und damit die Lebensqualität, Sicherheit und Selbstständigkeit von pflegebedürftigen Senioren zu stärken, ließen sich die Mitarbeitenden des Seniorenzentrums Gottfried-Seiler vom Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“ schulen.  

Allein essen und trinken, den Weg ins Bad finden, den Fernseher bedienen – vermeintlich einfache Tätigkeiten können mit einer Sehbeeinträchtigung zur Herausforderung werden. Obwohl den meisten Menschen bewusst ist, dass das Sehvermögen im Alter nachlässt, sind sich die Wenigsten über die weitreichenden Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen im Klaren. 

Um auf die besonderen Bedürfnisse sehbeeinträchtigter Bewohner aufmerksam zu machen und Barrieren in deren Alltag abzubauen, informierte das Präventionsteam des Blindeninstituts Würzburg daher die Leitungskräfte und Mitarbeitenden des Seniorenzentrums Gottfried-Seiler vor Ort. Auf vielfältige und interaktive Weise wurde das Sehen in der Pflegeeinrichtung in den Blick genommen: Die räumliche Gestaltung des Hauses wurde in einer Begehung mit Simulationsbrillen unter die Lupe genommen und das Dokumentationssystem wurde insbesondere mit Blick auf den Aspekt des Sehens (z. B. Brille, Lupe) detailliert betrachtet. In Schulungen wurde Basiswissen zu den häufigsten Augenerkrankungen und ihren Auswirkungen im Alter vermittelt und durch Selbsterfahrung für die Beschäftigten der Pflegeeinrichtung erlebbar gemacht. Darüber hinaus befähigt das Erlernen einer Seheinschätzung die Einrichtung nun, in Verdachtsfällen selbstständig aktiv zu werden. Durch spezielle Beschäftigungsangebote und eine Informationsseite im Internet wird das Wissen auch an die Senioren, Angehörigen und weitere Interessierte weitergegeben.

Das Sehen nicht aus dem Blick verlieren

Ziel des Präventionsprogramms ist es, in den teilnehmenden Pflegeeinrichtungen die richtigen Impulse zu setzen, damit sich diese zu „sehgerechten“ Einrichtungen weiterentwickeln. „Das Gute Sehen fördert Selbstständigkeit, psychische Gesundheit, soziale Kontakte, Aktivität und Teilhabe“, resümiert Programmleiterin Sabine Kampmann. „Deshalb werden wir uns gemeinsam mit den bayerischen Pflegeeinrichtungen weiterhin für dieses wichtige Thema einsetzen.“

Die Teilnahme am Präventionsprogramm, das in ganz Bayern aktiv ist, ist für Pflegeeinrichtungen kostenfrei und wird finanziert von den beteiligten Pflegekassen der AOK Bayern, des BKK Landesverbandes Bayern, der IKK classic, der KNAPPSCHAFT und der SVLFG.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.blindeninstitut.de/gutes-sehen zu finden.
 


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Wer besser sieht, hat gute Karten. Eine Sehbeeinträchtigung hat vielfältige Auswirkungen auf die Selbstständigkeit und Teilhabe von Senioren an gemeinsamen Aktivitäten. Foto: Blindeninstitutsstiftung

16.04.2024

Pflege in guten Händen

Beata Zbylut ist die neue Pflegedienstleitung im Diakoniezentrum Schertlinhaus

„Das ist schon was ganz Besonderes hier,“ Beata Zbylut fühlt sich nach wenigen Wochen als verantwortliche Pflegedienstleitung sichtlich wohl im Burtenbacher Schertlinhaus. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Sie ist im organisatorischen und verwaltenden Bereich zuständig. Ein großer Teil beinhaltet die Sicherstellung der Dienste im Haus. Darüber hinaus ist sie für die Personalführung, die Ermittlung des Personalbedarfs, sowie die Dokumentation der Leistungen in der Einrichtung zuständig. Bei ihr landen auch Beschwerden. Zum Glück gibt es mehr Lob, freut sich Zbylut. Sie ist ihrerseits über den herzlichen Empfang und die Einarbeitung durch einen alten Bekannten im Schertlinhaus dankbar. Der ehemalige Pflegedienstleiter Stephan Mücke hat sich aus seinem Ruhestand reaktivieren lassen und gibt sein Wissen weiter.

Das Schertlinhaus in Burtenbach ist Teil der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter (RDA). Die RDA ist eine gemeinnützige Gesellschaft mbH und gehört zur Rummelsberger Diakonie e.V. In ganz Bayern verlassen sich mehr als 3.000 Senior*innen und deren Angehörige auf die ambulanten, teilstationären und stationären Angebote der Rummelsberger Dienste. Zu den Dienstleistungen der rund 2.000 Mitarbeiter*innen gehören auch die würdevolle Begleitung für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung sowie Palliative Care und Hospizarbeit.


Von: Georg Borngässser

Beata Zbylut