Selbstbestimmt leben.

Pflege und Unterstützung für Senioren

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30.08.2021

Der Rhythmus des Lebens

Ilse Zeitler engagiert sich seit 20 Jahren im Diakonischen Sozialzentrum in Rehau

Rehau - Der Rhythmus des Lebens - dies ist das Motto von Ilse Zeitler, die sich seit 20 Jahren ehrenamtlich im Diakonischen Sozialzentrum (DSZ) in Rehau engagiert. Ihr Weg ins Haus kam durch ihre eigene Mutter, die 1998 aufgrund zunehmender Pflege und Unterstützung im DSZ aufgenommen wurde. „Daraufhin besuchte ich sie mehrmals in der Woche im Haus“, berichtet Ilse Zeitler, „und in diesen letzten gemeinsamen Jahren wurde meine Mutter in liebevoller Art durch das Pflegeteam des DSZ begleitet. Für meine Mutter wie auch für mich war der Schritt ins Seniorenzentrum kein leichter und doch haben wir uns von Anfang an bei der Rummelsberger Diakonie in Rehau sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt.“

Dieses Gefühl war es auch, welches sie seit jeher innerlich bei ihren ehrenamtlichen Einsätzen begleitet. Sie wurde damals sowohl von Bewohner*innen wie auch der Ehrenamtsbeauftragten gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, weiterhin Personen im Haus zu besuchen. Und das wollte sie. „Diese Begegnungen bringen mir Freude und ich darf viele verschiedene Persönlichkeiten und Lebensgeschichten kennenlernen und begleiten.“ Für andere Menschen da zu sein und Zeit zu haben, sei es nun für einen Spaziergang, einer kleinen Runde Canasta oder Mensch-ärgere-dich-nicht; für Gespräche oder dem Anschauen von Fotoalben sowie dem Zuhören von Geschichten aus dem Leben. „Das klingt vielleicht nach nicht viel und doch ist es für beide Seite ein wertvolles Miteinander.“

Anhand einiger Schulungen bei und mit den Rummelsbergern in Bezug auf den ehrenamtlichen Einsatz sowie den Umgang mit Demenz fühlte sich Ilse Zeitler für den Besuchsdienst gut gerüstet.

Als Vorteil des freiwilligen Engagements im DSZ sieht sie, dass dieses flexibel gestaltbar und das Einbringen der eigenen Talente absolut gewünscht ist. So engagieren sich neben ihr noch rund 25 Ehrenamtliche bei Andachten, Musiknachmittagen, Gymnastikstunden, dem Caféstüberl oder beim Hundebesuchsdienst. „Jeder Mensch hat eine Stärke“, meint Ilse Zeitler, „und vielleicht auch etwas Zeit, diese in sinnvoller Art mit anderen Menschen zu verbringen.“

Für die Bewohner*innen eines Seniorenzentrums sind die gemeinsam erlebten Stunden stets etwas Besonderes. So auch für eine Bewohnerin, die sich stets auf die geselligen Plauschrunden mit Ilse Zeitler freut. „Bei sommerlichen Temperaturen sitzen wir gerne draußen im Garten des DSZ, lassen uns eine kalte Eisschokolade schmecken und Ilse nimmt sich allein für mich Zeit. Das sind schöne Momente.“

Gerade für Senior*innen, die aufgrund von räumlicher oder familiärer Distanz kaum besucht werden, sind die Stunden mit einem freiwilligen Helfer*innen sehr aufbauend.

Die Einsätze und das Miteinander motivierte Ilse Zeitler dazu, sich seit mehr als 10 Jahren als Heimbeirätin und Heimführsprecherin im DSZ zu engagieren. „Mich einzubringen, für Menschen da zu sein und auch selbst Unterstützung in schwierigen Phasen zu erhalten, das ist für mich der Rhythmus des Lebens und dies erfahre ich bei meinem ehrenamtlichen Engagement“, so Ilse Zeitler.

Der Wunsch besucht zu werden ist groß und dies nicht nur aufgrund der aktuellen sozialen Distanzierung (Covid-19). Gerade Menschen die neu in ein Seniorenzentrum kommen und möglicherweise nicht durch Angehörigen begleitet werden (können), wünschen sich Menschen an ihrer Seite, die sich Zeit für sie nehmen. Wenn Sie Interesse und Zeit haben, die Sie nach Absprache so einbringen können, wie es zu Ihren Fähigkeiten und Zeitrahmen passt und Sie bereits 2-fach geimpft bzw. Genesen sind, kommen Sie in Kontakt mit Diakonin Carmen Bogler, 09283 – 59 70 932 (Ehrenamtskoordinatorin). Die Bewohner*innen und das Team des Diakonischen Sozialzentrum freuen sich auf Sie!


Von: Diakonin Carmen Bogler

Stets heiter geht es bei den Plauschrunden zwischen einer Bewohnerin und Ilse Zeitler im Garten des DSZ Rehau zu. Foto: Tim Mainhardt