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12.08.2020

„Damit eine Heimat daraus wird“

Die Manfred Roth Stiftung spendet 40.000 Euro für die Gestaltung des Gartens einer Wohngruppe des Kinderheims St. Michael und für das Bildungsprojekt „Care4future“.

Fürth – Unterschiedlicher könnten die Projekte, die die Manfred Roth Stiftung mit einer Spende von 40.000 Euro unterstützt, kaum sein: 30.000 Euro erhält der Jugendhilfeverbund Fürth, damit der Garten einer Außenwohngruppe des Kinderheims St. Michael für die Kinder und Jugendlichen weiter umgebaut werden kann. 10.000 Euro bekommt der Altenhilfeverbund Rummelsberg für das Bildungsprojekt „Care4future“, mit dem langfristig gegen den Fachkräftemangel angegangen werden soll – durch Projekte und Patenschaften in Realschulen und im Gymnasium.

Zur Spendenübergabe waren Dr. Wilhelm Polster, Vorstandsvorsitzender der Manfred Roth Stiftung, und Klaus J. Teichmann, Stiftungsrat der Manfred Roth Stiftung, ins Kinderheim St. Michael gekommen. Die Stiftung des NORMA-Gründers Manfred Roth unterstützt soziale, kulturelle und bildungsfördernde Projekte. Das Engagement für gemeinnützige Zwecke war Manfred Roth schon zu Lebzeiten wichtig.

Auch Markus Braun, Bürgermeister der Stadt Fürth, war zur Spendenübergabe erschienen. „Ich radle fast täglich an der Außenwohngruppe vorbei und sehe die Jugendlichen beim Basketballspielen“, sagt er. Dass zu einem Zuhause auch ein Außenbereich gehört, in dem die Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren Zeit verbringen können, findet er sehr wichtig – ebenso wie Dr. Wilhelm Polster und Klaus J. Teichmann von der Manfred Roth Stiftung. Polster, der in seiner Jugend ebenfalls zwei Jahre im Kinderheim St. Michael gelebt hatte, betont: „Der Stiftungsrat hat wirklich leichten Herzens zugestimmt, als es um diese Spende ging.“

Die Rummelsberger Gärtnerei, einer der Ausbildungsbetriebe der Rummelsberger Jugendhilfe, mache die Außenarbeiten, so Dorothée Schmidt, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe in Fürth. Materialien, die sich schon im Garten befunden hätten, seien vollständig wiederverwendet worden. Die 13 Jungen und Mädchen der Außenwohngruppe hätten sich zu Beginn mit der Architektin zusammengesetzt und auch beim Umbau tatkräftig Hand angelegt. Durch die Spende könnten jetzt einige zusätzliche Wünsche erfüllt werden, wie beispielweise ein Pavillon, ein Sichtschutz und verschiedene Bäume und Blumen. „Eben damit für die Jugendlichen aus der Einrichtung eine Heimat wird“, sagt Dorothée Schmidt. „Jugendliche brauchen ein Zuhause, wo sie sich geborgen fühlen. Toll, wie sie sich dann dafür engagieren“, lobt Teichmann.

Diakon Werner Schmidt, Leiter des Altenhilfeverbunds Rummelsberg, stellte das zweite Projekt vor, das die Manfred Roth Stiftung aktuell unterstützt. „,Care 4 Future‘ richtet sich an junge Menschen. Corona war wirklich ein Brennglas in Bezug auf die Probleme in der Pflege. Der Pflegeberuf hat einfach keinen guten Ruf bei jungen Menschen. Mit ‚Care 4 Future‘ wollen wir Schülerinnen und Schüler der Realschule und des Gymnasiums an die tollen Seiten des Berufs heranführen“, erklärt der Diakon. Das Projekt solle im kommenden Schuljahr in Altdorf und Feucht anlaufen, bisher sei es durch Corona etwas ausgebremst worden, so Schmidt. Peter Kraus, fachlicher Leiter der Rummelsberger Altenhilfe, ergänzt: „Die Generation, die jetzt auf den Arbeitsmarkt strömt, sucht nach einem Beruf mit Sinn. Wir wollen ihnen zeigen, dass die Pflege einer der schönsten Berufe überhaupt ist. Man bekommt so viel positive Rückmeldung und hat ein ganz breites Entwicklungsspektrum. Und der Verdienst, wenn man bei einem tarifgebundenen Träger wie der Rummelsberger Diakonie arbeitet, ist auch gut.“

Markus Braun ist von beiden Projekten, die durch die Manfred Roth Stiftung unterstützt werden, begeistert. „Sie entdecken wirklich immer wieder wichtige Projekte in unserer Stadt und darüber hinaus und setzen durch ihre Unterstützung wichtige Impulse“, betont er.

Zur Einweihung der Außenanlagen wird es ein Fest geben, zu dem sowohl Markus Braun als auch Dr. Wilhelm Polster und Klaus J. Teichmann herzlich eingeladen sind, bedankte sich Dorothée Schmidt. Wann das Fest stattfinden werde, sei jedoch corona-bedingt noch nicht klar.


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