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30.03.2021

Gemeinsam die Versorgung bei Demenz verbessern

Altenhilfeverbund Rummelsberg beteiligt sich am Forschungsprojekt „Digitales Demenzregister Bayern“

Rummelsberg – Die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in Bayern zu verbessern – das ist das Ziel des Forschungsprojektes „Digitales Demenzregister Bayern“, kurz digiDEM Bayern. Auch der Altenhilfeverbund Rummelsberg mit der Fachstelle für pflegende Angehörige beteiligt sich an dem Projekt.

In Bayern leben derzeit mehr als 240.000 Menschen mit Demenz, bis 2030 wird die Zahl voraussichtlich auf 300.000 ansteigen. Die zukünftige Versorgung der Betroffenen stellt für die Gesellschaft eine der größten Herausforderungen dar. Dieser Herausforderung begegnet digiDEM Bayern, ein Projekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, des Universitätsklinikums Erlangen und des Medical Valley EMN e.V., mit digitalen Lösungen. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.

„Ich sehe das Projekt als Chance, die Beratung und Versorgung von Menschen mit Demenz zu verbessern und individuelle Entlastung der Angehörigen anbieten zu können“, sagt Franziska Stadelmann, Mitarbeiterin in der Fachstelle für pflegende Angehörige im südlichen Nürnberger Land. DigiDEM Bayern baut ein digitales Demenzregister auf, um den Langzeitverlauf der Erkrankung besser zu verstehen und einen Überblick zur Angebotslandschaft zu erhalten. Forschungspartner*innen aus allen sieben Regierungsbezirken Bayerns, darunter auch der Altenhilfeverbund Rummelsberg, befragen dafür Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder Demenz und ihre pflegenden Angehörigen zu ihrer Situation. So soll ein umfassendes Bild der Lebensbedingungen von Betroffenen entstehen. Dadurch können mögliche Angebotslücken aufgedeckt und die bayerische Staatsregierung über notwendige Versorgungsbedarfe informiert werden.

„Aus meiner Arbeit in der Fachstelle weiß ich, dass jeder Mensch mit Demenz und dessen Angehörige Unterstützung benötigt“, sagt Franziska Stadelmann. „Je mehr wir über das Leben mit einer Demenz wissen, desto eher können wir das Leben von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verstehen und Wege zur Unterstützung einschlagen“, so Stadelmann weiter.

Die Befragungen können persönlich, aber auch virtuell durchgeführt werden. digiDEM Bayern hat dafür weltweit gängige Demenz-Screening-Tests so angepasst, dass sie auch per Videokonferenz möglich sind. Dies bietet einen flexiblen, niedrigschwelligen und in Zeiten von Corona vor allem sicheren Zugang für Betroffene.

Franziska Stadelmann berät Angehörige und Betroffene in der Fachstelle für pflegende Angehörigen in Rummelsberg. Dort stellt sie auch die weiteren Angebote von digiDEM Bayern vor: Online-Angebote zur Wissensvermittlung über Demenz und zur Unterstützung im Alltag.

Sollten Sie selbst von einer Demenzerkrankung betroffen sein und Interesse an einer Studienteilnahme haben, können Sie sich an Franziska Stadelmann wenden unter Telefon 09128/502371, Mobil 015112504981 oder per Mail an  fachstelle-pflege(at)rummelsberger.net. Die Befragungen finden in den Räumen der Fachstelle für pflegende Angehörigen statt, auf Wunsch auch bei Ihnen zuhause oder online.


Von: Franziska Stadelmann

Das Projekt digiDEM Bayern entwickelt digitale Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Foto: Peter Maszlen - Fotolia