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18.10.2022

Fachtag Demenz und Sterben

Thema am 25. November sind Kriegstraumata von Menschen mit Demenz

Nürnberg – Nach der Corona-bedingten Umstellung auf eine Onlinekonferenz findet der Fachtag Demenz und Sterben am 25. November wieder als Präsenztermin in Nürnberg statt. Das Thema ist angesichts des Ukraine-Kriegs sehr aktuell: „Hilfe – die Soldaten kommen“ – Kriegstraumata von Betreuten und Mitarbeitenden. Prof. Dr. phil. Dr. Rolf-Dieter Hirsch, Gerontopsychiater und Psychotherapeuth sowie ehemaliger Chefarzt der Abteilung für Gerontopsychiatrie und ­psychotherapie der LVR­Klinik Bonn, spricht über Traumata von Menschen mit Demenz.

Zielgruppe des Fachtags sind Fachkräfte und Ehrenamtliche aus den Bereichen Hospizarbeit und Pflege. In Vorträgen, Arbeitsgruppen und der Plenumsdiskussion beleuchten sie gemeinsam mit den Referent*innen Prof. Dr. Rolf-Dieter Hirsch, Johanna Büsch, Indira Schmude-Basic, Nicole Gand und Silvia Schäfer das Thema Traumata bei Menschen mit Demenz. Auch die Themen Ressourcen und Selbstfürsorge im Pflegealltag werden beim Fachtag Demenz im Haus Eckstein in Nürnberg aufgegriffen.

Ein Großteil der Angehörigen und der Pflegemitarbeitenden werden mit reaktivierten Traumata von alten Menschen im Arbeitsalltag konfrontiert. Ausgelöst durch die Kriegsberichte haben diese Begegnungen erheblich zugenommen. Veranstalter des Fachtags sind die Akademie für Hospizarbeit und Palliativmedizin Nürnberg, Diakoneo, die Angehörigenberatung Nürnberg, das Zentrum für Altersmedizin am Klinikum Nürnberg und die Rummelsberger Diakonie. Unterstützt wird der Fachtag von den Schöller-Stiftungen und der Alzheimer Gesellschaft Mittelfanken.

Termin:                      Freitag, 25. November 2022, 9 bis 16.30 Uhr
Ort:                             Haus Eckstein, Nürnberg
Anmeldung:              bis 11. November 2022 unter https://fachtag-demenz.de
Kosten:                      95  Euro (mit Verpflegung), ermäßigt für Studierende 75 Euro


Von: Andrea Höfig-Wismath

Der Gerontopsychiater und Psychotherapeuth Rolf-Dieter Hirsch spricht beim Fachtag über Traumata bei Menschen mit Demenz. Foto: privat

22.09.2022

Care4future geht in die zweite Runde

Gemeinsames Projekt der Schulen und der Diakonie startet wieder

Feucht – Nach einem trotz Pandemie-Bedingungen erfolgreichen ersten Durchlauf im Schuljahr 2021/22 ist das vom Landratsamt geförderte Projekt Care4Future in die zweite Runde gestartet. Bei den Auftaktveranstaltungen konnten sich die Schüler*innen der Mittelschule und der Staatlichen Realschule Feucht über das Projekt und Pflegeberufe informieren. Die Netzwerkpartner hatten verschiedene Aktionen und Informationen vorbereitet. So konnten die Jugendlichen durch einen Rollstuhlparcours fahren und sich gegenseitig Blutdruckmessen oder ihr Gedächtnis trainieren.

Der erhebliche Personalmangel in der Pflege, der ja schon seit vielen Jahren bekannt ist, hat die Verantwortlichen der Diakonie in Feucht und Rummelsberg bereits vor einiger Zeit überlegen lassen, wie man junge Menschen für den zwar anstrengenden, aber auch sinnstiftenden und erfüllenden Pflegeberuf interessieren könnte. Nun läutete das Feuchter Netzwerk care4future bestehend aus der Rummelsberger Diakonie, der Zentralen Diakoniestation Altdorf, der Berufsfachschule für Pflege und Altenpflegehilfe Nürnberg sowie der Mittelschule und der Staatliche Realschule Feucht die zweite Runde ihres gemeinsamen Projekts ein.

Das Projekt care4future ist im laufenden Schuljahr als Arbeitsgruppe verankert. Interessierte Schüler*innen der 9. Klassen der Realschule sowie der 8. Klassen der Mittelschule Feucht können daran teilnehmen. Sie besuchen zum Beispiel das Seniorenzentrum Gottfried Seiler der Rummelsberger Diakonie und erfahren etwas über Krankheiten im Alter oder lernen die Wohnform „Betreutes Wohnen“ im Seniorenzentrum am Zeidlerschloß der Zentralen Diakoniestation Altdorf kennen. In der Berufsfachschule für Pflege und Altenpflegehilfe Nürnberg sehen und erleben die Jugendlichen, wie Pflegepuppen im Unterricht eingesetzt werden, um auch in der Schule ganz praktisch arbeiten zu können.

„Nach den guten Erfahrungen aus dem Vorjahr erhoffen wir uns auch in diesem Schuljahr eine Reihe von engagierten jungen Menschen, die sich tiefer mit dem Thema Pflege beschäftigen wollen“, so Diakonin Barbara Tappe, Netzwerkkoordinatorin von Care4Future. „Denn auch wer keinen Beruf in diesem Bereich ergreifen will, erhält tiefe Einblicke, die im Umgang mit Senior*innen in der eigenen Familie oder der Umgebung sinnvoll sind.“


Von: Diakon Werner Schmidt

Schüler*innen der Staatlichen Realschule Feucht sahen sich bei der Auftaktveranstaltung für das Projekt Care4Future einen Film über die Ausbildung in der Pflege an. Foto: Diakonin Barbara Tappe