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Pflege und Unterstützung für Senioren

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02.08.2021

„Ihr könnt stolz auf Euch sein“

36 Absolvent*innen der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe Weißenburg werden feierlich ins Berufsleben entlassen

Weißenburg – Sie wirken zufrieden und gelöst, als sie ihre Zeugnisse überreicht bekommen. Alina Seljuk und Michael Hönig haben zusammen mit 34 weiteren Mitschüler*innen das Altenpflegeexamen bzw. die Abschlussprüfung der Ausbildung in der Altenpflegehilfe an der Berufsfachschule in Weißenburg erfolgreich bestanden.

Dass Pflege ein fordernder aber auch erfüllender Beruf ist, beschreiben die beiden, auch wenn sich ihre Arbeitsfelder grundsätzlich unterscheiden. Alina Seljuk arbeitet nun als Fachkraft in einem ambulanten Pflegedienst, Michael Hönig ist als Pflegefachhelfer in der stationären Langzeitpflege tätig. Beide sind sich einig, dass ihnen die professionelle pflegerische Begleitung und Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen eine Herzensangelegenheit ist. Sie sind stolz darauf einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.

Während ihrer Ausbildung an der Berufsfachschule für Pflege und Altenpflegehilfe Weißenburg konnten sie viele praktische Erfahrungen sammeln und mit theoretischem Wissen fundieren. „Die Ausbildung ist komplex und gibt einen sehr guten Überblick über das Arbeitsfeld Pflege“, sagt Seljuk. „Das gibt mit Sicherheit, wenn ich nun alleine für eine pflegebedürftige Person verantwortlich bin“, ergänzt Hönig.

Die Zeugnisse wurden den Auszubildenden im Rahmen einer coronabedingt kleinen Feierstunde im Festsaal der Wülzburg überreicht. Pfarrer Alexander Reichelt von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Weißenburg hielt dazu einen feierlichen Gottesdienst, in dem er die Herausforderungen der Corona-Pandemie im Hinblick auf die Ausbildung der Absolvent*innen beleuchtete. Ein Gedanke, dem sich Andreas Langhammer, Einrichtungsleiter des Alten- und Pflegeheimes St. Andreas Weißenburg, anschloss: „Sie können stolz auf sich sein, unter diesen Bedingungen Ihre Ausbildung so gut abgeschlossen zu haben.“

Bürgermeisterin Maria Schneller hob in ihrem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung des Pflegeberufs hervor. Sonja Luber, die in Vertretung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg ihr Grußwort sprach, betonte daran anschließend die bedeutsame Rolle der finanziellen Förderung durch die Agentur für Arbeit. So würden viele kompetente Auszubildende gewonnen werden, die sonst ihren Unterhalt mit Familie während der Ausbildung nicht finanzieren könnten. Mit einem Umzug verglich Tina Dehm vom Fachbereich Berufliche Schulen und Studiengänge der Rummelsberger Diakonie den Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben. Theoretisches und praktisches Wissen sowie Werte und Haltungen würden in den praktischen Handlungsfeldern der nun examinierten Pflegekräfte wichtiges Handwerkszeug sein, so Dehm. Schulleiterin Dorothea Eidam entwickelte in ihrer Rede diesen Gedanken weiter. Die Absolvent*innen hätten nun einen ganzheitlichen Blick auf ihre Bewohner- und Patient*innen. Das sei ein wichtiges Wesensmerkmal kompetenter Pflegepersönlichkeiten.

Es war ein schönes und gelungenes Fest, das noch mit einer besonderen Neuerung angereichert war: Erstmals wurden im Schulversuch Alten- und Krankenpflegehelfer gemeinsam beschult.

Das Kollegium der Berufsfachschule gratulieren allen Absolvent*innen von Herzen zu ihren guten Leistungen und wünschen ihnen für ihren Berufsstart Gottes Segen.


Von: Johannes Mahlmann

Die Absolvent*innen der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe Weißenburg haben ihren Abschluss gefeiert. Foto: Johannes Mahlmann

28.07.2021

Ein Dankeschön in besonderer Form

Ehrenamtliche besuchten im vergangenen Jahr ältere Menschen unter Einhaltung der gegebenen Regeln

Rehau _ Coronabedingt war in den vergangenen 15 Monaten ein ehrenamtliches Engagement bei der Rummelsberger Diakonie in Rehau nur eingeschränkt möglich. Die derzeitig niedrigen Inzidenzwerte sowie die Tatsache, dass ein Großteil bereits zweifach geimpft ist, ermöglichte es, dass alle Ehrenamtlichen Ende Juli zu einem Dankeschön-Abend der besonderen Form eingeladen werden konnten. Das Fest stand unter dem Motto „Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.“ (Apg 17,27), welches zugleich auch die Monatslosung für Juli ist.

„Gerade in diesen distanzierten Zeiten tut dieser Zuspruch Gottes gut“, so Diakonin Carmen Bogler bei der gemeinsamen Ansprache mit Prädikantin Silke Meier in der St. Jobstkirche in Rehau. Das Symbol des Webens und des Webrahmens führte durch die Andacht wie der sprichwörtliche rote Faden. Denn genau wie bei diesem Handwerk sind es auch die Ehrenamtlichen, die zu einem bunten Muster mit ihren Talenten und Fähigkeiten in der Betreuung sowie Begleitung der hilfsbedürftigen Menschen in Rehau und Umgebung beitragen. Trotz des pandemiebedingten Abstandhaltens, besuchten die Ehrenamtlichen ältere Menschen zu Hause oder auch im Diakonischen Sozialzentrum, natürlich unter Einhaltung der gegebenen Regeln. Bei gemeinsamen Gesprächen oder Spaziergängen konnte so der Isolation (etwas) vorgebeugt werden. „Der soziale Kontakt – gerade im Alter – ist enorm wichtig, um der Einsamkeit vorzubeugen sowie die physischen Fähigkeiten aktiv zu halten“, so Einrichtungsleiter Bernd Weist.

Beim anschließenden Stehempfang bei der Seniorentagespflege SenTa am Perlenbach bedankte sich Margit Mühl, Dienststellenleitung der Ambulanten Dienste, bei den Freiwilligen: „Mit eurem Engagement schenkt ihr den Menschen Zeit und Raum; schafft Möglichkeiten sowie Nähe. Dies ist nicht selbstverständlich und dafür danken wir Euch von Herzen.“

Stellvertretend für den roten Faden, der durch den Abend führte, erhielten die Ehrenamtlichen als Dankeschön ein extra für diesen Abend hergestelltes Lederarmband der Firma KALOS aus Rehau.


Von: Carmen Bogler

Margit Mühl und Bernd Weist dankten den Ehrenamtlichen beim anschließenden Stehempfang bei der SenTa am Perlenbach. Foto: Tim Mainhardt