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14.01.2022

Frischer Wind für das Quartiersmanagement Schwarzenbruck

Elias Khan gehört seit Jahresbeginn zum Team des Quartiersmanagements Schwarzenbruck – Ideen für Projekte gesucht

Schwarzenbruck – Gut zusammen leben in Schwarzenbruck – so könnte der Slogan lauten, mit dem das Quartiersmanagement Schwarzenbruck seine Aufgaben zusammenfasst. Die beiden Quartiersmanager Isabella Arzt und Elias Khan wollen in der knapp 9.000 Einwohner-Gemeinde für alle da sein, für junge und ältere Schwarzenbrucker, für Berufstätige, für Alteingesessene und Zugezogene. Das Quartiersmanagement wird von der Rummelsberger Diakonie und von der Gemeinde Schwarzenbruck getragen. Finanziell unterstützt wird das Projekt noch weitere zwei Jahre von der Deutschen Fernsehlotterie.

Seit Anfang des Jahres ist der Pädagoge Khan nun im Team. 2018 nach Franken gezogen arbeitete der gebürtige Mainzer bisher in Teilzeit in der Kinder- und Jugendhilfe der Rummelsberger Diakonie in Schwabach. Jetzt unterstützt er zusätzlich mit einer halben Stelle das Quartiersmanagement. „Aus meiner bisherigen Arbeit kenne ich schon den Streetworker der Gemeinde und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit allen. Spannend finde ich auch unser neu angedachtes Projekt Repair-Café“, sagt der 46-Jährige.

Menschen zusammenbringen und Kontakte knüpfen, das ist ein Ziel des Quartiersmanagements. Mit der Gründung des Mehrgenerationentreffs im September 2020 sollte genau das erreicht werden. Die Corona-Pandemie hat hier einiges erschwert, dennoch haben sich trotz aller Einschränkungen die Angebote des Mehrgenerationentreffs bewährt. Gleich ausgebucht war zum Beispiel der erste Termin der Mediensprechstunde. Diese wird nun seit einem Jahr, soweit es Corona-Regelungen zugelassen haben, monatlich angeboten. Hier erklären ehrenamtliche Computerfachleute den Internet-Neulingen mit einfachen Worten, wie sie mit PC oder Smartphone umgehen und sich in der digitalen Welt bewegen können. Ein weiteres Angebot des Mehrgenerationentreffs haben die Quartiersmanager*innen bereits ins Netz gebracht. So konnten die Bürger*innen in den vergangenen Monaten einen Online-Spieletreff besuchen.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen verlangen also nach neuen Ideen. Außerdem hat das Quartiersmanagement flexibel auf die neuen Anforderungen reagiert. Das Team half Bürger*innen, die keinen Zugang zum Internet, keine Handynummer oder E-Mail-Adresse haben, bei der Online-Impfregistrierung für die Corona-Schutzimpfung bei Impfzentren in der Umgebung. Sie unterstützen auch bei der Terminvereinbarung für einen Corona-Schnelltest bei der Teststation am Stephanushaus. Um den Alltag unter Corona-Bedingungen aufzulockern, hat das Quartiersmanagement zum Beispiel Fotorätseltouren und eine Adventswanderung organisiert, die auf eigene Faust gemacht werden konnten. „Wenn Sie Ideen haben, was das Leben in Schwarzenbruck noch bunter macht, nehmen Sie gerne Kontakt auf. Vielleicht können wir bei der Umsetzung unterstützen“, ermuntert Isabella Arzt die Bürger*innen.

Info: Isabella Arzt und Elias Khan, Telefon 09128 50 23 69, quama-sbr(at)rummelsberger.net. Weitere Infos zum Quartiersmanagement lesen Sie hier.


Von: Heike Reinhold

Isabella Arzt und Elias Khan vom Quartiersmanagement Schwarzenbruck. Foto: Heike Reinhold

14.01.2022

Fünf Jahre Wohnbereichsgottesdienst

Der Gottesdienst wurde 2016 im Wohnbereich „Katharina Tucher“ im Stift St. Lorenz der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg ins Leben gerufen

Nürnberg – Wenn der mobile Altar in das Wohnzimmer von „Katharina Tucher“ gerollt wird, hat der laut brummende Kühlschrank zu schweigen. Denn dann ist Gottesdienstzeit in diesem Wohnbereich der Senioreneinrichtung im Stadtzentrum Nürnbergs.

Was im Advent 2016 als Projekt begann, ist heute fester Bestandteil des Lebens im Wohnbereich für Menschen mit Demenzerkrankung der Pflegeeinrichtung. Zunächst auf ein Versuchsjahr begrenzt, beschlossen die beiden Initatiator*innen, Pflegefachkraft Simone Blaufelder und Pfarrer Peter Seidel, bereits nach einigen Monaten, es nicht dabei zu belassen. Es waren gute Erfahrungen mit dem zweiwöchig stattfindenden Gottesdienst gemacht worden. „Viele Besucher sind nach der Andacht entspannter“, sagt Blaufelder, die im gerontopsychiatrischen Fachdienst des Stifts arbeitet.

Unterstützt von Haus- und Fachdienstleitung und mitgetragen durch die Mitarbeitenden sind seitdem fast 100 Gottesdienste gefeiert worden. Kein einziger musste ausfallen – mit Ausnahme der coronabedingten Unterbrechung.  Alle zwei Wochen um 10.15 Uhr versammeln sich die Bewohner*innen zum Beten, Singen, Hören, Bekennen und Schweigen. Eine gute halbe Stunde ganz besondere Zeit ist es jedes Mal: Immer der gleiche, vertraute Ablauf, niemals der gleiche Inhalt. Jeder Gottesdienst ist einmalig und nur für diesen jeweiligen Tag gedacht.  Vor allem das Kirchenjahr mit seinen Festen und biblischen Bezügen dient als Leitlinie und liefert die „Grundierung“.              

Es geschieht nichts Spektakuläres, wenn die Glocken von St. Lorenz (natürlich digital!) die gottesdienstliche Zeit einläuten. Aber es geschieht durchaus Bemerkenswertes: Ruhe kehrt ein und eine gelöste Stimmung ist zu spüren. Es sieht so aus, als wüssten sich die Menschen gut und sicher aufgehoben.  Wenn Abendmahl gefeiert wird, was in jedem vierten Gottesdienst der Fall ist, dann stellt sich „Andacht“ ein. Und das im besten Sinn des Wortes. Selbst die Allerschwächsten reagieren und sind Teilnehmer*innen; nicht nur an einem liturgischen Geschehen, sondern an einem kleinen Stück Gotteszeit. Besonders erfreulich ist, dass seit dem Neubeginn im September 2021 mit Herrn Vester am Klavier die Musik von einem Menschen, anstatt wie bisher elektronisch, gemacht wird.

Zum fünfjährigen Jubiläum am 8. Dezember 2021 gab es für alle Gottesdienstteilnehmenden etwas „Zeit zum Essen“: Simone Blaufelder hatte einen Zahlenkuchen, eine zuckersüße 5, gebacken, die ihrer Bestimmung zugeführt worden ist Sie wurde restlos aufgegessen. So bleiben keine hinderlichen Reste für hoffentlich viele weitere Gottesdienste für und mit Menschen mit Demenz.


Von: Peter Seidel

Simone Blaufelder, gerontopsychiatrische Fachkraft, Sabine Ramsauer, Leiterin des Rummelsberger Stifts St. Lorenz und Pfarrer Peter Seidel (Bild von links) feierten gemeinsam mit den Bewohner*innen den 5. Geburtstag des Wohnbereichsgottesdienstes.