Selbstbestimmt leben.

Pflege und Unterstützung für Senioren

Infos zum Standort

15.10.2020

Georg-Nestler-Haus in Pappenheim wird geschlossen

Rummelsberger Diakonie informiert Bewohner*innen und Mitarbeitende

Pappenheim – Zum 31. Mai 2021 schließt das Alten- und Pflegeheim Georg-Nestler-Haus in Pappenheim. Karl Schulz, Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter (RDA), hat heute die Bewohnervertreterin sowie die Mitarbeitenden des Georg-Nestler-Hauses über diesen Schritt informiert.

Er sagte: „Diese Entscheidung ist uns in Rummelsberg nicht leichtgefallen. Das Georg-Nestler-Haus und die Menschen, die dort leben und arbeiten, lagen uns Rummelsbergern immer am Herzen.“ Wie man es jedoch drehe und wende, kam man immer zum gleichen Schluss: Das Pappenheimer Seniorenheim kann nicht weiterbetrieben werden. Rummelsberg zieht einen Schlussstrich und kommt damit einem Schritt der Aufsichtsbehörde zuvor, der in den nächsten Jahren erfolgt wäre. Das Haus ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr allen Vorgaben, die an Pflegeeinrichtungen gestellt werden. Eins sei zum anderen gekommen und jede Sanierung habe im Grunde keine dauerhafte Verbesserung für Bewohnerinnern, Bewohner und Pflegende gebracht. Im Vergleich zu anderen Senioreneinrichtungen ist das Pappenheimer Haus zu klein, um hohe Investitionskosten stemmen zu können. Die Finanzierung eines Altenheimes sieht vor, dass Bewohnerinnen und Bewohner einen Beitrag zu solchen Kosten tragen müssen. Würde man in Pappenheim zukunftssicher investieren, wäre die Belastung für jeden einzelnen der 51 Bewohner*innen unzumutbar hoch.

Man habe lange versucht, den früheren Zusagen entsprechend eine Zukunft für die Altenhilfe in Pappenheim zu verwirklichen. Viele haben daran mitgewirkt, dies auch umzusetzen. „Ich bedaure hier stehen zu müssen und jetzt Hoffnungen zu zerstören, die auch wir noch vor einiger Zeit für umsetzbar hielten,“ entschuldigt sich Schulz. Nicht zuletzt als Folge der Corona-Pandemie, deren wirtschaftliche Folgen für einen Träger wie die Rummelsberger Diakonie noch nicht absehbar seien, habe man nach dem Sommer entschieden, das Haus zu schließen. „Das ist ehrlicher als noch lange „herumzudoktern“, ist sich Schulz sicher. „Als diakonischer Träger wollen wir auf Dauer eine qualitativ hochwertige Dienstleistung zu einem vertretbaren Preis anbieten,“ betonte er und bat um Verständnis für die Schließung.

Heimleiterin Christa Schwind versicherte, dass sich Bewohnerinnen, Bewohner und ihre Angehörigen darauf verlassen können, jede Unterstützung zu bekommen, einen neuen Platz in einem der umliegenden Senioreneinrichtungen zu finden. „Ich bin zuversichtlich, dass uns das innerhalb des nächsten halben Jahres ebenso gelingt, wie für die Mitarbeitenden neue Arbeitsstellen zu finden,“ sagt sie. Allen Mitarbeitenden werden neue Arbeitsplätze innerhalb der Rummelsberger Gruppe angeboten. Die Mitarbeitervertretung der RDA war involviert. Es sind etwas mehr als 30 Arbeitskräfte betroffen.

„Selbstverständlich stehen wir zu unseren Verpflichtungen gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeitenden im Haus. Wir werden bis zum letzten Tag die mit uns geschlossenen Verträge erfüllen,“ versichert Karl Schulz.

Die Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter (RDA) ist eine gemeinnützige Gesellschaft mbH und gehört zur Rummelsberger Diakonie e.V. Sie ist Trägerin von stationären und ambulanten Diensten für Menschen im Alter. Die RDA begleitet täglich mehr als 3.000 Seniorinnen und Senioren in Bayern und bietet rund 1.400 Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz.


Von:
25.09.2020

Gäste aus aller Welt

Neue Ausstellung „Ferne Nächste. Weltweite Diakonie aus Bayern“ im Rummelsberger Diakoniemuseum eröffnet

Rummelsberg – Mehr als 100 Gäste und Referent*innen aus aller Welt haben am Donnerstagabend gemeinsam die Eröffnung der neuen Ausstellung „Ferne Nächste“ im Diakoniemuseum in Rummelsberg gefeiert. Die Hygieneregeln und Reisebeschränkungen wurden dabei sehr genau eingehalten – denn außer dem Moderator, einem Techniker und insgesamt sechs Gästen, die vor Ort im Ausstellungsraum anwesend waren, wurden alle digital miteinander verbunden. Die Veranstaltung wurde über den Rummelsberger YouTube-Kanal live übertragen und Personen aus Papua Neu-Guinea, Brasilien, Österreich und anderen Ländern wurden online dazu geschaltet.

Nach einem virtuellen Rundgang, bei dem die Kamera Museumsleiter Dr. Thomas Greif live durch die Ausstellung folgte, sprachen die Gäste vor Ort mit Menschen an verschiedenen Orten weltweit, an denen bayerische Diakonie tätig ist. Diakonin Martina Fritze, die maßgeblich an der Entwicklung der neuen Ausstellung beteiligt war, interviewte Diakonin Marianne Lorenz-Jallah, die in Liberia unter anderem junge Frauen beim Einstieg in das Berufsleben begleitet. „Es ist total interessant, wie andere Kulturen Jugendarbeit machen“, erzählte die Diakonin via Live-Übertragung. „Eigentlich wurde ich nach Liberia gesandt, um dort zu beraten, aber eigentlich ist das gar nicht nötig, hier passiert schon ganz tolle Arbeit.“

Evy Obermayr und Maria Pasch-Knoll vom Museum im Haus Bethanien im österreichischen Gallneukirchen erzählten Diakon Martin Neukamm im digitalen Interview, wie die beiden diakonischen Träger, Rummelsberger Diakonie und Diakoniewerk Oberösterreich, durch Diakone vor Ort miteinander verbunden sind. Rektor Reiner Schübel, Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie, sprach mit Pastor Elibariki Kayaa, Direktor des Usa River Rehabilitation Centre, der live aus Tansania von der aktuellen Entwicklung der Diakonenausbildung erzählte. Dass die Internetverbindung ab und zu stockte, störte das Gespräch nicht. „Das Internet ist immer etwas instabil bei uns“, erklärte Direktor Kayaa. „Das sind eben reale Probleme der Kommunikation.“

Über die medizinische Versorgung in Papua-Neuguinea zeigte Armin Dörfer, Referent bei Mission EineWelt, einen vorher vorbereiteten Film. „In Papua-Neuguinea ist es jetzt 3 Uhr morgens, da haben wir auf eine Live-Schaltung verzichtet“, erklärte Dörfer. Er erzählte von seinem eigenen Leben als Missionarskind. „In Papua-Neuguinea sagen wir im Zusammenhang mit diakonischer Arbeit: ‚Walking together side by side‘, also zusammen auf dem Weg sein. Das reicht noch weiter, als auf Augenhöhe zu sein.“ Auch aus Südafrika erreichte ein Film die Veranstaltung. Pastor Emerson Lauvrs, Leiter einer diakonischen Schule in Brasilien, war dann wieder live im Gespräch mit Martin Backhouse, Leiter des Mabase-Verlags, der seinen Schwerpunkt auf Zeitschichte und Theologie legt. Lauvrs erzählte von der Arbeit der diakonischen Schule, die ihren Schwerpunkt auf die Entwicklung eines sozialen, diakonischen und spirituellen Bewusstseins legt und an der junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren aus ganz Brasilien unterrichtet werden.

Dass Diakonie im Ausland heute keine Einbahnstraße mehr ist, wie Reiner Schübel betonte, sondern dass es um einen Austausch und ein gemeinsames Lernen geht, zeigt die Ausstellung eindrücklich. In drei Bereichen werden die Anfänge der diakonischen Geschichte im Ausland beleuchtet. Die Geschichte von Diakon Karl Mittermeier, der ein ganzes Waisenhaus aus dem serbischen Neu-Pasua in einem Güterzug nach Deutschland evakuierte, Bilder von der ältesten Orgel Südafrikas, die Johann Lauterbach, ein deutscher Handwerker, gebaut hat und die bis heute in Shamrock Chapel genutzt wird, und die Entwicklung von Spendendosen verdeutlichen kurzweilig den Wandel von klassischer Mission hin zu einer partnerschaftlichen Entwicklung diakonischer Identität.

Die erste Gelegenheit, die Ausstellung vor Ort zu erleben, bietet sich kommenden Sonntag, 27. September. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. Museumsleiter Dr. Thomas Greif führt um 14.30 Uhr durch die Schau. Sonst ist die Ausstellung jeweils dienstags, donnerstags und an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An den geöffneten Sonntagen findet außerdem um 14.30 Uhr jeweils eine öffentliche Führung statt. Für Gruppen sind Führungen nach Vereinbarung zu jeder Zeit möglich. Terminanfragen bitte an buchfink.andrea(at)rummelsberger.net. Weitere Infos unter www.diakoniemuseum.de


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25.09.2020

Gäste aus aller Welt

Neue Ausstellung „Ferne Nächste. Weltweite Diakonie aus Bayern“ im Rummelsberger Diakoniemuseum eröffnet

Rummelsberg – Mehr als 100 Gäste und Referent*innen aus aller Welt haben am Donnerstagabend gemeinsam die Eröffnung der neuen Ausstellung „Ferne Nächste“ im Diakoniemuseum in Rummelsberg gefeiert. Die Hygieneregeln und Reisebeschränkungen wurden dabei sehr genau eingehalten – denn außer dem Moderator, einem Techniker und insgesamt sechs Gästen, die vor Ort im Ausstellungsraum anwesend waren, wurden alle digital miteinander verbunden. Die Veranstaltung wurde über den Rummelsberger YouTube-Kanal live übertragen und Personen aus Papua Neu-Guinea, Brasilien, Österreich und anderen Ländern wurden online dazu geschaltet.

Nach einem virtuellen Rundgang, bei dem die Kamera Museumsleiter Dr. Thomas Greif live durch die Ausstellung folgte, sprachen die Gäste vor Ort mit Menschen an verschiedenen Orten weltweit, an denen bayerische Diakonie tätig ist. Diakonin Martina Fritze, die maßgeblich an der Entwicklung der neuen Ausstellung beteiligt war, interviewte Diakonin Marianne Lorenz-Jallah, die in Liberia unter anderem junge Frauen beim Einstieg in das Berufsleben begleitet. „Es ist total interessant, wie andere Kulturen Jugendarbeit machen“, erzählte die Diakonin via Live-Übertragung. „Eigentlich wurde ich nach Liberia gesandt, um dort zu beraten, aber eigentlich ist das gar nicht nötig, hier passiert schon ganz tolle Arbeit.“

Evy Obermayr und Maria Pasch-Knoll vom Museum im Haus Bethanien im österreichischen Gallneukirchen erzählten Diakon Martin Neukamm im digitalen Interview, wie die beiden diakonischen Träger, Rummelsberger Diakonie und Diakoniewerk Oberösterreich, durch Diakone vor Ort miteinander verbunden sind. Rektor Reiner Schübel, Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie, sprach mit Pastor Elibariki Kayaa, Direktor des Usa River Rehabilitation Centre, der live aus Tansania von der aktuellen Entwicklung der Diakonenausbildung erzählte. Dass die Internetverbindung ab und zu stockte, störte das Gespräch nicht. „Das Internet ist immer etwas instabil bei uns“, erklärte Direktor Kayaa. „Das sind eben reale Probleme der Kommunikation.“

Über die medizinische Versorgung in Papua-Neuguinea zeigte Armin Dörfer, Referent bei Mission EineWelt, einen vorher vorbereiteten Film. „In Papua-Neuguinea ist es jetzt 3 Uhr morgens, da haben wir auf eine Live-Schaltung verzichtet“, erklärte Dörfer. Er erzählte von seinem eigenen Leben als Missionarskind. „In Papua-Neuguinea sagen wir im Zusammenhang mit diakonischer Arbeit: ‚Walking together side by side‘, also zusammen auf dem Weg sein. Das reicht noch weiter, als auf Augenhöhe zu sein.“ Auch aus Südafrika erreichte ein Film die Veranstaltung. Pastor Emerson Lauvrs, Leiter einer diakonischen Schule in Brasilien, war dann wieder live im Gespräch mit Martin Backhouse, Leiter des Mabase-Verlags, der seinen Schwerpunkt auf Zeitschichte und Theologie legt. Lauvrs erzählte von der Arbeit der diakonischen Schule, die ihren Schwerpunkt auf die Entwicklung eines sozialen, diakonischen und spirituellen Bewusstseins legt und an der junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren aus ganz Brasilien unterrichtet werden.

Dass Diakonie im Ausland heute keine Einbahnstraße mehr ist, wie Reiner Schübel betonte, sondern dass es um einen Austausch und ein gemeinsames Lernen geht, zeigt die Ausstellung eindrücklich. In drei Bereichen werden die Anfänge der diakonischen Geschichte im Ausland beleuchtet. Die Geschichte von Diakon Karl Mittermeier, der ein ganzes Waisenhaus aus dem serbischen Neu-Pasua in einem Güterzug nach Deutschland evakuierte, Bilder von der ältesten Orgel Südafrikas, die Johann Lauterbach, ein deutscher Handwerker, gebaut hat und die bis heute in Shamrock Chapel genutzt wird, und die Entwicklung von Spendendosen verdeutlichen kurzweilig den Wandel von klassischer Mission hin zu einer partnerschaftlichen Entwicklung diakonischer Identität.

Die erste Gelegenheit, die Ausstellung vor Ort zu erleben, bietet sich kommenden Sonntag, 27. September. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. Museumsleiter Dr. Thomas Greif führt um 14.30 Uhr durch die Schau. Sonst ist die Ausstellung jeweils dienstags, donnerstags und an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An den geöffneten Sonntagen findet außerdem um 14.30 Uhr jeweils eine öffentliche Führung statt. Für Gruppen sind Führungen nach Vereinbarung zu jeder Zeit möglich. Terminanfragen bitte an buchfink.andrea(at)rummelsberger.net. Weitere Infos unter www.diakoniemuseum.de


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