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30.03.2020

Rummelsberger Diakonie wirbt Pflegefachkräfte aus dem Kosovo

Drei junge Frauen aus dem Kosovo besuchten kürzlich das Stephanushaus der Rummelsberger Diakonie und werden ab September fest in der Altenhilfe im Nürnberger Land arbeiten.

Rummelsberg – Rund 1.600 Kilometer liegen zwischen Nürnberg und Priština, der Hauptstadt des Kosovo. Mit dem Flugzeug ist die Strecke in 3,5 Stunden zu machen. Für Elona Musliu (21), Flaka Prebreza (21) und Ramize Salihaj (22) war die Anreise also sozusagen ein Katzensprung. Eine Woche lang haben sie im Stephanushaus in Rummelsberg Praktikum gemacht. Ab September werden die drei jungen Frauen nach Deutschland ziehen. Sie werden als Pflegefachkräfte im Stephanushaus oder im Seniorenzentrum Gottfried-Seiler in Feucht der Rummelsberger Diakonie arbeiten.

„Wir haben in der Woche in verschiedene Bereiche schnuppern können“, erzählt Flaka Prebreza. Die jungen Frauen haben die Mitarbeiter_innen bei der Arbeit begleitet und auch schon an der Fortbildung Pflegetag teilgenommen. „Die neuen Kolleg_innen haben uns sehr viel erklärt, wir haben einen sehr guten Eindruck von Deutschland und von der Rummelsberger Diakonie“, erzählt die 21-Jährige. Hier gebe es bessere Karrierechancen und die Lebensqualität sei besser als zu Hause.

Insgesamt 14 junge Menschen aus dem Kosovo werden ab September in den beiden Altenhilfeeinrichtungen der Rummelsberger Diakonie im Nürnberger Land arbeiten. Sie haben im Kosovo an einer privaten Hochschule Pflege studiert. Die Fachkräfte sprechen gut Deutsch, weil sie im Anschluss an das achtsemestrige Studium in Priština noch drei Semester die Sprache gelernt haben. „Um internationale Fachkräfte zu gewinnen, kooperiert die Rummelsberger Diakonie mit der Deutschen Krankenversicherung“, erzählt Peter Kraus, fachlicher Leiter der Rummelsberger Altenhilfe.

Ein schlechtes Gewissen, im großen Stil Pflegefachkräfte aus dem Kosovo abzuwerben, haben die Verantwortlichen bei der Rummelsberger Diakonie nicht. Sie argumentieren mit der Statistik. „Die Bevölkerung ist im Durchschnitt sehr jung und die Arbeitslosenquote lag in 2017 bei 30,3 Prozent“, erzählt Diakon Werner Schmidt, Leiter des Stephanushauses. Das Kosovo habe kaum Bodenschätze, wenig Industrie und kaum Tourismus. „Die jungen Leute, die im Ausland arbeiten, schicken einen Teil ihrer Einkünfte an die Familien zuhause“, erklärt Peter Kraus die Realität vieler Familien im Kosovo.

Ähnlich wird es auch bei den drei jungen Frauen sein, die kürzlich eine Woche zum Schnuppern da waren. Sie freuen sich auf die Arbeit in Deutschland und fürchten doch das Heimweh. „Wenn im September die ganze Klasse kommt, dann bringen wir ein Stück Heimat mit“, hofft Flaka Prebreza. Sicher sind sich die drei, dass sie so lange wie möglich, am liebsten sogar für immer in Deutschland bleiben wollen.

Damit sich die jungen Frauen und Männer im Nürnberger Land gut einleben, haben sich die Verantwortlichen bei der Rummelsberger Diakonie einige Gedanken gemacht. So suchen sie gerade Zimmer für die jungen Kosovaren. „Außerdem möchten wir gerne einen Kümmerer einstellen, der die jungen Leute in der ersten Zeit begleitet“, erzählt Diakon Werner Schmidt. Dahinter steckt natürlich die Hoffnung, dass die Fachkräfte aus dem Kosovo auch längere Zeit bei dem sozialen Träger arbeiten.


Von:

Szenen aus dem Alltag in der Pflege: Beim Praktikum im Stephanushaus haben Ramize Salihaj, Elona Musliu und Flaka Prebreza (von rechts) unter Aufsicht bei einem Bewohner Blutdruck gemessen. Foto: Katja Schmeisser

13.03.2020

Klares Bekenntnis zu Menschlichkeit und Toleranz

Videoprojekt der Rummelsberger Diakonie in Leichter Sprache startet

Schwarzenbruck – Zu Beginn der Internationalen Wochen gegen Rassismus und angesichts der dramatischen Entwicklungen der Situation an der griechisch-türkischen Grenze veröffentlicht die Rummelsberger Diakonie ab Montag, 16. März, Videoclips rund um das Thema Menschlichkeit und Toleranz gegenüber Geflüchteten. Verschiedene Menschen, vom Vorstandsmitglied über den Studierenden mit Migrationshintergrund bis zu Kindern aus der Tagesstätte, haben sich im Rahmen des Videoprojekts als Protagonistinnen und Protagonisten engagiert. Sie alle stehen für eine von zehn Thesen zur Flüchtlingsdiskussion ein. Ob sie den Text nun via Talker vorlesen lassen, die Worte in Gebärdensprache formulieren oder sie vorlesen – allen gemeinsam ist, dass sie sich Werten wie Menschlichkeit, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz verpflichtet fühlen.

Die Thesen im Videoprojekt sind eine Weiterentwicklung der „Zehn Thesen zur Flüchtlingsdiskussion“, die Vorstand und Aufsichtsrat der Rummelsberger Diakonie im Juli 2018 erstmals veröffentlicht hatten. Darin tritt der soziale Träger für einen menschenwürdigen und fairen Umgang mit Geflüchteten ein. Diese zehn Thesen hat ein Projektteam der Rummelsberger Diakonie ins Leicht-Lesen-Sprachniveau A2 übertragen, um mehr Menschen den Zugang zu diesen grundlegenden Werten zu ermöglichen. Geprüft wurde der übertragene Text von zwei Expertengruppen von capito – dem Kompetenz-Zentrum für Barrierefreiheit der Rummelsberger Diakonie. Eine Prüfgruppe bestand aus Menschen mit Deutsch als Fremdsprache, die andere aus Menschen mit Lernschwierigkeiten. Der übertragene Text hat von capito das Prüfsiegel Leicht Lesen A2 erhalten.

Mit Untertiteln versehen werden die Videoclips einschließlich des Gesamtclips zwischen 16. und 26. März auf der Internetseite www.rummelsberger-diakonie.de/thesen veröffentlicht. Auch auf Facebook und auf dem YouTube-Kanal der Rummelsberger Diakonie werden die Videos zu sehen sein.

Über die Rummelsberger Diakonie

Die Rummelsberger Diakonie ist einer der großen diakonischen Träger in Bayern mit Sitz in Schwarzenbruck bei Nürnberg. In den Diensten und Einrichtungen an etwa 250 Standorten arbeiten rund 6.000 Mitarbeitende. Junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie Menschen mit Behinderung oder Seniorinnen und Senioren. Echte Selbstbestimmung ermöglichen, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen, sind Leitgedanken, nach denen Rummelsberger Mitarbeitende Menschen begleiten. Darüber hinaus bildet die Rummelsberger Diakonie in sozial-diakonischen Berufen aus.


Von: Andrea Höfig-Wismath

Ab Montag, 16. März, gehen die Videoclips zu den „Zehn Thesen zur Flüchtlingsdiskussion“ Schritt für Schritt online. Screenshot: Rummelsberger Diakonie/ Andrea Höfig-Wismath

13.03.2020

Klares Bekenntnis zu Menschlichkeit und Toleranz

Videoprojekt der Rummelsberger Diakonie in Leichter Sprache startet

Schwarzenbruck – Zu Beginn der Internationalen Wochen gegen Rassismus und angesichts der dramatischen Entwicklungen der Situation an der griechisch-türkischen Grenze veröffentlicht die Rummelsberger Diakonie ab Montag, 16. März, Videoclips rund um das Thema Menschlichkeit und Toleranz gegenüber Geflüchteten. Verschiedene Menschen, vom Vorstandsmitglied über den Studierenden mit Migrationshintergrund bis zu Kindern aus der Tagesstätte, haben sich im Rahmen des Videoprojekts als Protagonistinnen und Protagonisten engagiert. Sie alle stehen für eine von zehn Thesen zur Flüchtlingsdiskussion ein. Ob sie den Text nun via Talker vorlesen lassen, die Worte in Gebärdensprache formulieren oder sie vorlesen – allen gemeinsam ist, dass sie sich Werten wie Menschlichkeit, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz verpflichtet fühlen.

Die Thesen im Videoprojekt sind eine Weiterentwicklung der „Zehn Thesen zur Flüchtlingsdiskussion“, die Vorstand und Aufsichtsrat der Rummelsberger Diakonie im Juli 2018 erstmals veröffentlicht hatten. Darin tritt der soziale Träger für einen menschenwürdigen und fairen Umgang mit Geflüchteten ein. Diese zehn Thesen hat ein Projektteam der Rummelsberger Diakonie ins Leicht-Lesen-Sprachniveau A2 übertragen, um mehr Menschen den Zugang zu diesen grundlegenden Werten zu ermöglichen. Geprüft wurde der übertragene Text von zwei Expertengruppen von capito – dem Kompetenz-Zentrum für Barrierefreiheit der Rummelsberger Diakonie. Eine Prüfgruppe bestand aus Menschen mit Deutsch als Fremdsprache, die andere aus Menschen mit Lernschwierigkeiten. Der übertragene Text hat von capito das Prüfsiegel Leicht Lesen A2 erhalten.

Mit Untertiteln versehen werden die Videoclips einschließlich des Gesamtclips zwischen 16. und 26. März auf der Internetseite www.rummelsberger-diakonie.de/thesen veröffentlicht. Auch auf Facebook und auf dem YouTube-Kanal der Rummelsberger Diakonie werden die Videos zu sehen sein.

Über die Rummelsberger Diakonie

Die Rummelsberger Diakonie ist einer der großen diakonischen Träger in Bayern mit Sitz in Schwarzenbruck bei Nürnberg. In den Diensten und Einrichtungen an etwa 250 Standorten arbeiten rund 6.000 Mitarbeitende. Junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie Menschen mit Behinderung oder Seniorinnen und Senioren. Echte Selbstbestimmung ermöglichen, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufbauen, sind Leitgedanken, nach denen Rummelsberger Mitarbeitende Menschen begleiten. Darüber hinaus bildet die Rummelsberger Diakonie in sozial-diakonischen Berufen aus.


Von: Andrea Höfig-Wismath

Ab Montag, 16. März, gehen die Videoclips zu den „Zehn Thesen zur Flüchtlingsdiskussion“ Schritt für Schritt online. Screenshot: Rummelsberger Diakonie/ Andrea Höfig-Wismath