Selbstbestimmt leben.

Pflege und Unterstützung für Senioren

Infos zum Standort

22.07.2022

Ohne Kunst wird es still, aber ohne Pflege wird es noch stiller

Rockmusik und „Pflegecrèpe“ beim Bardentreffen im Rummelsberger Stift St. Lorenz

Nürnberg – Unter dem Motto „Die Pflege rockt“ werden im Hof des Rummelberger Stifts St. Lorenz, am 30. Juli ab 13 Uhr im Rahmen des Bardentreffens, Pflegekräfte gemeinsam mit Kulturschaffenden die Bedeutung der Pflege verdeutlichen. Neben musikalischen Klängen zweier Punkrock-Bands wird an der Animationsmaschine „Pfleg Dein Crèpe“, Interessierten ihr Crèpe wie auf einer Intensivstation gebacken.

Das bunt wechselnde Programm aus Musik, leckeren Crèpes und Impulsvorträgen ist weitaus mehr als ein kultureller Beitrag im Rahmen des Bardentreffens. Die Aktion ist eine Kooperation zwischen der Rummelsberger Diakonie und dem Kulturförderverein „Nordkurve e.V.“, die zeigen soll, was Care-Berufe und Kulturschaffende partizipatorisch auf die Beine bringen können. Ebenso soll die gesellschaftliche Bedeutung der beiden Berufsgruppen in den Vordergrund gerückt werden.

Junge Pflegefachkräfte formulieren ihre Botschaften an die Politik in kurzen Impulsvorträgen und demonstrieren Pflege ganz praktisch, indem sie Crèpes unter Bedingungen herstellen, wie sie in der Pflege herrschen. Sabine Ramsauer, Leiterin des Stifts St. Lorenz, ist voller Vorfreude auf das Event und begrüßt die gelungene Zusammenarbeit mit Jean-François Drožak, dem Gründer von „Nordkurve e.V“. Die Aktion endet gegen 18 Uhr und die Besucher*innen sind herzlich eingeladen das Rummelsberger Stift St. Lorenz, welches in der historischen Altstadt Nürnbergs liegt, zu besuchen.

Im Rummelsberger Stift St. Lorenz finden selbstständige wie pflegebedürftige Senior*innen gleichermaßen kompetente Betreuung und zugewandte Pflege. Ein Schwerpunkt liegt auf der Betreuung demenzkranker Senior*innen. Seit April 2016 gibt es im Stift St. Lorenz einen speziellen, offenen Demenzbereich. Einen weiteren Kernpunkt des Stifts bildet die Unterstützung selbstständiger älterer Menschen, in den insgesamt 15 Seniorenwohnungen. Ziel ist es, die Eigenständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten und zu fördern und ihnen dabei zugleich die fachliche Pflege zu garantieren, die sie benötigen.


Von: Lara März

Im lauschigen Innenhof des Stift St. Lorenz trifft Kultur und Pflege im Rahmen des Bardentreffens aufeinander.

19.07.2022

Mensch an der Seite von Menschen

Rummelsberger Diakonie verabschiedet Pflegedienstleiter Stephan Mücke im Diakoniezentrum Schertlinhaus

Burtenbach – Nach fast 27 Jahren verlässt Stephan Mücke, Hausleiter des Diakoniezentrums Schertlinhaus, die Rummelsberger Diakonie. Bei einer Feierstunde verabschiedeten sich Kolleginnen und Kollegen sowie der Vorstand Karl Schulz und dankten Stephan Mücke für sein tägliches Engagement und seine jahrelange Treue. Für die fast 30 Jahre im Dienste der Diakonie zeichnete die Rummelsberger Diakonie den Leiter des Diakoniezentrums mit dem Goldenen Kronenkreuz, der höchsten Auszeichnung der Diakonie in Deutschland, aus.

Stephan Mücke, der im Oktober 1995 als Wohnbereichsleiter im Diakoniezentrum Schertlinhaus begann, übernahm dort schon zwei Jahre später die Pflegedienstleitung und 2008 die Hausleitung. Der gebürtig aus Uelzen in Holstein stammende Stephan Mücke absolvierte von 1975 bis 1978 eine Ausbildung als Koch in München. Der Wechsel in den sozialen Berufszweig erfolgte 1982 mit einer Ausbildung zum Krankenpfleger. Zwei Jahre später bildete sich Mücke im Bereich Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum der Stadt Nürnberg nochmals erfolgreich weiter. Nach mehreren erfolgreichen Jahren in diversen Kliniken in Bayern erfolgte 1995 der Wechsel nach Burtenbach. Dort ist Mücke bis heute dem Diakoniezentrum, seinen Kolleg*innen und den Bewohner*innen treu geblieben. Den Drang sich stetig weiterzubilden, verlor Mücke trotz seiner neuen Sesshaftigkeit im Diakoniezentrum nicht. 1993 erfolgte die Weiterbildung zum Praxisanleiter und darauffolgend die zum Pflegedienstleiter sowie zahlreiche einzelne Fortbildungen wie zum Beispiel als Hygienebeauftragter oder interner Qualitätsauditor.

Die vergangenen Jahre forderten von Mücke besonders viel Engagement. Die Situation während der Corona-Pandemie war eine Zeit mit vielen Herausforderungen und Höhen und Tiefen. Sie verlangte Mücke einiges ab. Doch auch diese Zeiten meisterte Mücke mit großem Geschick und hoher Flexibilität. Vor allem zu Beginn der Pandemie hatten auch die Mitarbeitenden mit vielen Ängsten zu kämpfen. Fünf Bewohnerinnen und Bewohner hatten sich gleich zu Beginn der ersten Welle angesteckt. „Wir waren quasi eine der Piloteinrichtungen im Landkreis“, erinnert sich Stephan Mücke mit Galgenhumor an die Osterfeiertage 2020 zurück. Bei allem, was Mücke anpackte, eine gute Teamarbeit war für ihn besonders wichtig ist. Besonders schätzten die Kolleg*innen Mückes stets offenes Ohr im Team, für die Bewohner*innen und ihre Angehörigen.

Doch nicht nur die Corona-Pandemie, auch die Schließung von Haus 1 und der Umbau von Haus 2 haben dem Leiter einiges abverlangt. Mücke half beim Umzug und unterstütze die Bewohner*innen und ihre Angehörigen dabei, einen neuen Heimplatz zu finden.

In Burtenbach ist Stephan Mücke nicht nur im Diakoniezentrum Schertlinshaus fest verwurzelt, sondern als passionierter Fußballer war Mücke jahrelang „Jugendtrainer“ und ist Vorstand des TSV-Burtenbach. Dies tat er mit derselben Leidenschaft, die er als Pflegedienstleitung und Hausleitung an den Tag gelegt hat.

Mücke ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Er ist leidenschaftlicher „Camper“ und vor Corona hat er seinen Wohnwagen gegen ein Wohnmobil „getauscht“. Wann immer es geht, sind er und seine Frau damit unterwegs – vom kurzen Wochenendtrip nach Füssen bis hin zu den jährlichen Sommerurlauben in Kroatien. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünscht Vorstand Karl Schulz im Namen der Rummelsberger Diakonie Stephan Mücke und seiner Familie alles Gute. Die Nachfolgerin von Stephan Mücke wird Claudia Wirth als neue Pflegedienstleiterin.

Seit 1948 betreut die Rummelsberger Diakonie im Schertlinhaus in Burtenbach Senior*innen. Es bietet 60 Bewohner*innen Platz, 20 davon im beschützenden Bereich. Seit 2000 gibt es zudem eine stationär betreute Wohngruppe im anliegenden Landhaus für insgesamt 13 chronisch suchtkranke ältere Menschen. Das Diakoniezentrum liegt zentral und ruhig mitten im Ortskern von Burtenbach.


Von: Lara März