Selbstbestimmt leben

Pflege und Unterstützung für Senioren

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02.11.2018

Wenn sich ein ungutes Gefühl einstellt

Ethische Fragen rund um die Versorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen stehen im Mittelpunkt beim 13. Fachtag Demenz und Sterben

Nürnberg – Fachkräfte in Senioreneinrichtungen, Hospizen, Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten kennen sie alle: Situationen, in denen sich ein ungutes Gefühl einstellt, weil die Betreuerin, der Angehörige, die Ärztin, der Kollege anders entschieden hat, als sie selbst das getan hätten. Und wenn es dabei um Leben und Tod geht, darf man sich schon mal mächtig aufregen. PEG-Sonde ja oder nein? Fixierung oder einen Sturz riskieren? Nochmal ins Krankenhaus oder nicht? Therapiebegrenzung oder alles probieren, was geht? Beim 13. Fachtag Demenz und Sterben sollen solche ethischen Dilemmata Thema sein. Er findet am Freitag, 30. November, in Nürnberg statt.

„Die Referentinnen und Referenten werden keine Kochrezepte liefern können, wie das Ganze gut ausgeht“, stellen die Mitglieder des Organisationsteams klar. „Die Situationen sind zu komplex, zu individuell für eine leichte Entscheidung.“ Und manchmal müsse es im Alltag halt auch schnell gehen. Dieser Fachtag Demenz und Sterben soll Fachkräften und geschulten Ehrenamtlichen jedoch Informationen liefern und Ideen, um ihre Handlungssicherheit zu erhöhen.

Der Vormittag mit Prof. Dr. Arne Manzeschke von der Evangelischen Hochschule Nürnberg und Rechtsanwalt Wolfgang Putz dient daher der Fachinformation rund um die Frage „Wer hat hier das Sagen?“. Am Nachmittag wollen die Veranstalter Gelegenheit geben, Unzufriedenheit und Hilflosigkeit zur Sprache zu bringen, denn in die Workshops sollen die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden einfließen. Den Tag abschließen wird Dr. Gert Dressel aus Wien mit einem Ausblick auf „Caring communities“, um den Blick zu weiten und alternative Handlungsansätze aufzuzeigen.

Info und Anmeldung:
Der 13. Fachtag Demenz und Sterben ist eine gemeinsame Veranstaltung von sechs Institutionen: Akademie für Hospizarbeit und Palliativmedizin Nürnberg, Diakonie Neuendettelsau, Angehörigenberatung e.V. Nürnberg, Klinikum Nürnberg, Alzheimer Gesellschaft Mittelfranken e.V. und Rummelsberger Diakonie e.V. Er findet am Freitag, 30. November, von 9 bis 17 Uhr im eckstein, Burgstraße 1-5, in Nürnberg statt. Die Teilnahme kostet 120 Euro inklusive Verpflegung (ermäßigt 110 Euro). Anmeldung bis 16. November unter www.hospizakademie-nuernberg.de


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