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12.05.2022

Neue Ideen für Austausch von Jung und Alt

Harald Popescu gehört seit Anfang Mai zum Team des Quartiersmanagements Schwarzenbruck – Viele Veranstaltungen geplant.

Schwarzenbruck – „Ich glaube, ich bin in Schwarzenbruck bekannt wie ein bunter Hund“, beschreibt sich Harald Popescu. Und das sind richtig gute Startbedingungen für den neuen Mitarbeiter des Quartiersmanagements Schwarzenbruck. Seit Anfang Mai bildet der 46-jährige Krankenpfleger ein Team mit Pädagoge Elias Khan. Damit tritt er die Nachfolge von Isabella Arzt an, die das Quartiersmanagement in den vergangenen drei Jahren aufgebaut hat. „Ich verabschiede mich aus familiären Gründen aus dem Team und wünsche den beiden alles Gute“, sagt Arzt.

Das Team will in der knapp 9.000 Einwohner-Gemeinde Raum für Austausch schaffen und für alle da sein. Für junge und ältere Schwarzenbrucker, für Berufstätige, für Alteingesessene und Zugezogene. Das Quartiersmanagement wird von der Rummelsberger Diakonie und von der Gemeinde Schwarzenbruck getragen. Finanziell unterstützt wird das Projekt noch weitere eineinhalb Jahre von der Deutschen Fernsehlotterie.

Harald Popescu arbeitet bereits seit 21 Jahren für die Rummelsberger Diakonie, zuletzt als Wohnbereichsleitung im Stephanushaus in Rummelsberg. „Für mich war es an der Zeit, noch einmal etwas Neues zu wagen“, erklärt der 46-Jährige den Wechsel ins Quartiersmanagement. In seinem neuen Job will er sich darum bemühen, ältere Schwarzenbrucker noch besser in das Gemeindeleben zu integrieren. „Ich habe vor, die Rikscha des Stephanushauses künftig häufig zu nutzen und Bewohner*innen nach Schwarzenbruck zum Kaffeetrinken zu fahren“, sagt Popescu.

Menschen zusammenbringen und Kontakte knüpfen, das ist ein Ziel des Quartiersmanagements. Mit der Gründung des Mehrgenerationentreffs im September 2020 sollte genau das erreicht werden. Und obwohl die Corona-Pandemie hier einiges erschwert hat, haben sich die Angebote des Mehrgenerationentreffs bewährt und können inzwischen wieder vor Ort stattfinden. Das gilt auch für die beliebte Mediensprechstunde. Einmal im Monat erklären ehrenamtliche Computerfachleute den Internet-Neulingen mit einfachen Worten, wie sie mit PC oder Smartphone umgehen und sich in der digitalen Welt bewegen können. Und auch den Spieletreff gibt es nun wieder live. „Da die Veranstaltungen nur mit der Unterstützung freiwilliger Helfer*innen stattfinden können, suchen wir noch Ehrenamtliche“, informiert Popescu. Gerne auch Menschen mit technischem Talent, die im Repair-Café mithelfen, kleine Elektrogeräte, Fahrräder und vieles mehr zu flicken.

Nach der langen Zeit daheim wollen die Quartiersmanager nun Begegnungen zwischen Menschen weiter fördern. „Wir planen noch viele spannende Veranstaltungen“, kündigt Elias Khan an. Am 12. Mai zum Welttag des Buches zum Beispiel gab es bereits Aktionen in der Stadtbücherei wie einen Büchertauschtisch. Und für Sonntag, 26. Juni ist eine „faire Wanderung“ durch Schwarzenbruck geplant. „Wir starten an der Banane, laufen runter zur Schwarzach und von dort zur Bürgerhalle“, informiert Khan. Dort stellt sich dann die Steuerungsgruppe Fairtrade der Gemeinde vor und es gibt fairen Kaffee und Tee. Eine Anmeldung ist nicht nötig, wer Lust hat, kommt um 11 Uhr zur Banane.

Weitere Infos: Elias Khan und Harald Popescu, Telefon 09128 50 23 69, quama-sbr(at)rummelsberger.net


Von: Heike Reinhold

Harald Popescu (links) und Elias Khan vom Quartiersmanagement Schwarzenbruck. Foto: Heike Reinhold

29.04.2022

Spaß aus der Steckdose

Gäste der Rummelsberger Tagespflegen spielen mit interaktivem Projektor – Unterstützung von Demenzkranken – Freie Plätze in Rummelsberg und Feucht.

Schwarzenbruck – Stecker rein, Spaß garantiert: Wenn in der Seniorentagespflege in Rummelsberg die Tovertafel zum Einsatz kommt, verwandelt sich der Aufenthaltsraum in ein Spieleparadies. Es wird gelacht und lautstark kommentiert. Die Senior*innen wischen Herbst-Blätter zur Seite und suchen nach den leuchtend roten Marienkäfern. Sie zerschlagen Seifenblasen oder vervollständigen Zahlenreihen. Der ganze Spaß kommt aus einem kleinen Kästchen. Montiert mit einer Deckenhalterung sorgt der interaktive Projektor für Vergnügen und Abwechslung in der Einrichtung der Rummelsberger Diakonie. Aber das ist nicht alles. „Die Spiele der Tovertafel wurden speziell für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung entwickelt“, informiert Diakon Werner Schmidt, Leiter des Stephanushauses in Rummelsberg.

Zwischen 20 verschiedenen Games können die Gäste der Seniorentagespflege (SenTa) wählen. Die einen fördern den Bewegungsdrang, andere trainieren das Gedächtnis oder das Konzentrationsvermögen. „Wir freuen uns sehr, dass wir einen großzügigen Spender gefunden haben und das teure Gerät für SenTas in Rummelsberg und in Feucht anschaffen konnten“, sagt Diakon Schmidt.

„Schnell, da fliegt der Käfer“, ruft die 79-jährige Monika Graßer-Schmidt und die drei Mitspieler*innen am Tisch vertiefen sich wieder in die Suche. Vier feste Mitarbeitende und einige Praktikant*innen kümmern sich um die insgesamt 22 Tagesgäste. Die meisten von ihnen haben eine demenzielle Erkrankung. „Das ist ein Schwerpunkt unserer Einrichtung“, informiert Pflegefachkraft Anne Gleißner. Ältere Menschen, die geistig noch fit sind, können die Tagespflege der Rummelsberger Diakonie im Seniorenzentrum Gottfried Seiler in Feucht besuchen.

Beide Tagespflegen haben Montag bis Freitag geöffnet. Bei Bedarf werden die Senior*innen von einem Fahrdienst abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Tagsüber unternehmen die Gäste verschiedene Aktivitäten. Sie singen zusammen Lieder, erledigen leichte Gartenarbeit und backen Kuchen für den Nachmittagskaffee. Außerdem machen die Senior*innen Ausflüge und Spaziergänge in die Umgebung. „Wir betreuen die Senior*innen nicht nur, sondern aktivieren sie auch“, erklärt Gleißner das Konzept der SenTas der Rummelsberger Diakonie.

„Die Kosten für die Tagespflege können größtenteils mit der Kranken- bzw. Pflegekasse abgerechnet werden“, informiert Werner Schmidt. Es ist auch möglich, einzelne Tage zu buchen. Die Tovertafel kommt in Rummelsberg zum Beispiel montags und mittwochs zum Einsatz und in Feucht dienstags und donnerstags. „Aktuell haben wir freie Plätze in beiden Seniorentagespflegen“, informiert Diakon Schmidt.

Infobox:
Die Senioren-Tagespflegen SenTa in Rummelsberg und Feucht:

  • Die Tagespflege in Rummelsberg ist von Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 16 Uhr möglich, auch halbtagesweise. In Feucht von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 17 Uhr möglich, auch halbtagesweise.
  • Die Besucher erhalten Frühstück, Mittagessen und Nachmittagskaffe.
  • Bei Bedarf werden die Besucher von zu Hause abgeholt und wieder zurück gefahren.
  • Zur pflegerischen Versorgung gehören: Teilkomponenten der Körperpflege, Ausführung ärztlicher Verordnungen, Diabetes-Überwachung und prophylaktische Maßnahmen.
  • Damit die Gäste geistig und körperlich fit bleiben, bietet die Tagespflege unter anderem gemeinsames Singen, Kochen, Vorlesen, Bewegung mit Musik oder Gedächtnisspiele und künftig Ausflüge in die Umgebung an.

Weitere Informationen über die SenTa in Rummelsberg erteilt Silvio Hirsch unter der Nummer 09128 50 23 47 oder per E-Mail Hirsch.Silvio(at)rummelsberger.net. Zur SenTa in Feucht gibt Michael Aschoff Auskunft unter Telefon 09128 50 74 02 30 und per E-Mail Aschoff.Michael(at)rummelsberger.net. Infos zu den Seniorentagespflegen der Rummelsberger Diakonie unter https://seniorentagespflege.de


Von: Heike Reinhold

Zwischen 20 Spielen können die Senior*innen der Tagespflegen der Rummelsberger Diakonie in Rummelsberg und Feucht auswählen. Beim Seifenblasenspiel sollen die Gäste in Bewegung kommen und die Seifenblasen mit der Hand zerschlagen. Foto: Heike Reinhold